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Was von Dora blieb

Was von Dora blieb von Anja Hirsch

copyright: Bertelsmannverlag
copyright: Bertelsmannverlag

Der Bertelsmannverlag überließ mir freundlicherweise ein Exemplar des Buches für Rezensionszwecke.

 

Die Protagonistin Isa steckt in einer Ehe- und Sinnkrise. Im Zuge der Selbstfindung versucht sie mehr über die Vergangenheit ihrer Großmutter Dora zu erfahren. Isa hatte immer Angst vor dieser Großmutter, die nicht immer sehr freundlich war. Dora studierte Kunst in den 1920ern, heiratete dann einen IG Farben Mitarbeiter. Doras Sohn, Isas Vater wird auf eine der berüchtigten Napola-Schulen geschickt.

 

Mehr weiß Isa am Anfang ihrer Recherchen nicht. Ob sie am Ende mehr weiß, bleibt zumindest für mich auch unklar.

 

Das Cover ist sehr schlicht und ästhetisch gehalten und war für mich zusammen mit dem Klappentext ein Grund, mich für ein Rezensionsexemplar zu bewerben.

 

Die Erwartung, die ich hatte, war sozusagen mit Blick über die Schulter von Isa zu werfen, und so etwas mehr Einblick zu gewinnen, erstens in das Leben einer Frau der gehobenen Mittelschicht in den 1920ern und einer – wie ich vermutete – Mitläuferin der Nazis.

 

Natürlich kann die Autorin und der Verlag nichts für meine Erwartungen und ich muss wohl dem Marketing gratulieren, aber ich war schon enttäuscht.

 

Das Buch beginnt langsam und beschaulich, was mich zu Anfang nicht störte, aber nach dem ersten Viertel war diese Beschaulichkeit dann nicht mehr angenehm.

 

Die Protagonistin Isa, die in Ich-Form erzählt ist noch einigermaßen spannend aber zu der „Hauptperson“ Dora, von der in der dritten Person erzählt wird, kann ich als Leserin keine Verbindung aufbauen. Sie bleibt mir fremd, ihre Beweggründe vielleicht nachvollziehbar aber nicht nachfühlbar.

 

Alles in allem ließ mich das Buch mit einem unbefriedigten Gefühl zurück.

 

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