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C+M+B

Heut ist Dreikönigstag.

Da ziehen junge Leute mit alten Bademänteln, einer Sammelbüchse und Kreide durch die Lande und dürfen ungestraft, nachdem sie einen hübschen Reim aufgesagt haben, was auf die Türrahmen mahlen.

C+M+B

Der Brauch geht zurück auf die drei Weisen aus dem Morgenland. Die sollen der Überlieferung zufolge dem Jesus-Baby Weihrauch, Myrre und Gold gebracht haben.

Die Frau Schildkrot weiß natürlich, dass das damals durchaus teure Sachen waren und wahrscheinlich hatten die Drei Magi gedacht, Josef könnte das ganze gleich in Bargeld umwandeln. Sozusagen als Kapitalanlage. 

Vielleicht hat er das ja auch. Schließlich ist die kleine Familie kurz darauf nach Ägypten aufgebrochen. Wahrscheinlich zum All-Inklusiv-Urlaub.

 

Jedenfalls kriegen die jungen Leute in den Bademänteln oft Geld in die Sammelbüchsen.

 

Die Schildkrot findet den Brauch ganz gut, weil das Geld aus den Büchsen einem guten Zweck zukommt und sie so ihre Pfennigsammlung loswird, die sich so übers Jahr in ihrem Gurkenglas ansammelt

Der Zeisig meint allerdings, es wäre eventuell sinnvoller, das Gurkenglas zum Schrotthändler zu tragen. Der Kupferwert sei höher, als der Geldwert.

 

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