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Sonntagsauflug Rundfahrt zum Plansee


weißer Sommerhut
der Neue :)

 

Sonntag

 

Nach längerer Abstinenz, ist Frau Schildkrot mal wieder ein ganzes Wochenende mit Herrn Zeisig zusammen. Sie hat sich das so richtig schön ausgemalt: Samstags faul im Bett liegen, dann Frühstück, gemeinsam Kochen, eventuell schwimmen gehen. Dann kann sie sich in Ruhe in Herrn Zeisigs Garten setzen und an ihrem nächsten Krimi weiter schreiben.

 

Herr Zeisig hat andere Pläne: Er will mit seinen Buggy-Freunden den Buggy ausführen.

 

Frau Schildkrot dachte eigentlich, dass nach vierzehn Tagen Dauerfahrt in Sardinien, der Buggy und auch Herr Zeisig erst mal genug haben vom ’rumkurven. Aber egal… ein Tag kann man ja mal wieder und sie hat in Sardinien einen neuen Hut gekauft, der auch eingeweiht werden will. - Er weiß noch nicht, wie es seinem Vorgänger ergangen ist.-

 


 

Samstag stehen Herr Zeisig und Frau Krot doch schon sehr früh auf. Am Freitag sind sie noch ein bisschen spazieren gegangen und wollten eigentlich die Mondfinsternis bewundern, aber leider war es noch nicht ganz duster und der Himmel war diesig: voller Schleierwolken, die nicht wirklich hilfreich waren, um das Jahrhundertphänomen zu beobachten. Leider hat Frau Schildkrots Kamera zwar eine Sternenhimmelfotografierfunktion, aber die ist wohl nicht auf Mondfinsternisse eingestellt. Denn die Fotos, die sie geschossen hat, bilden schwarze rechteckige Löcher ab. Frau Schildkrot überlegt sofort, ob sie mit diesen wissenschaftlich sensationellen Bildern an die Öffentlichkeit gehen soll, entscheidet sich dann dagegen, denn sie will schließlich keine Panik auslösen wenn bekannt wird, dass die schwarzen Löcher doch schon so nah sind. Wahrscheinlich wird niemand bemerken, wenn die Erde demnächst von den Löchern verschluckt wird‘, denkt sie sich. ‚Also, warum Panikstimmung machen?‘

 

Hier sollte man die Mondfinsternis sehen.
Hier sollte man die Mondfinsternis sehen.


 

Der Plan für Samstag sieht vor, Herrn und Frau Gelber Buggy gegen 9:00 Uhr aufzusammeln und dann gemeinsam über die A7 nach Kempten zu düsen, denn dort soll ein weiterer Buggy-Freund dazustoßen. Es soll eine Rundreise über Füssen/Neuschwanstein und dann wieder nach Hause werden.

 Herr Zeisig unkt ein bisschen, als die zwei von der Zeisig-Residenz abfahren. Der Himmel ist grau und am Horizont dräuen schwarze Wolken.

 Bei Herrn Gelber Buggy angekommen, konsultieren die Herren zunächst diverse Wetter-Apps und kommen zu dem Resultat, dass es keine gute Idee wäre, die geplante Ausfahrt zu machen. Zwar haben sowohl der Blaue als auch der Gelbe Buggy Dächer. - Frau Schildkrot erinnert sich lebhaft an die Momente auf der Sardinienreise, wo diese Dächer zum Einsatz kamen. - Aber der Neue, der hat kein Dach.

 Somit wird die Ausfahrt nach Füssen auf Sonntag verschoben, denn für Sonntag sagt das Wetterorakel Sonne voraus und keinen Regen.

 Herr Gelber Buggy schlägt vor, man könnte ja den Samstag nützen für eine kleinere Ausfahrt. Sozusagen im Hinterhof. Frau Schildkrot ist wie immer die Spielverderberin, denn sie meint zu Herrn Zeisig, dies könne er gerne machen, aber sie habe keine Lust, an ZWEI Tagen des Wochenendes durch die Gegend zu fahren. Sie würde nur an einem Tag mitkommen.

 Herr Zeisig, ein sehr kluger und gelahrter Mann, erkennt die Zeichen und stimmt zu, den nun schon angerissenen Samstag zu Hause zu verbringen. Was Frau Schildkrot entgegen kommt, denn dann kann sie weiter an ihrem Krimi feilen.

 Der Samstag wurde dann auch immer düsterer, obwohl es nie so wirklich zum Regnen und Gewittern kam.

 

 

 


Am Sonntag hingegen wachen Frau Krot und Herr Zeisig zu fröhlichem Gezwitscher diverser Vögel auf. Die Sonne strahlt, wenn auch noch etwas verschlafen, durch Wolkendunstschleier – ähnlich denen, die am Freitag Abend die beginnende Mondfinsternis verhüllten. Nach dem Frühstück düsen die Zwei also im Blauen Buggy zum alten Städtchen, um dort Herr und Frau Gelber Buggy abzuholen und das Programm zu beginnen, das für Samstag geplant war.

 Frau Schildkrot hat sich etwas zu leicht angezogen, was ihr auf der zehn Kilometer langen Fahrt von Glockenberg klar wird. Da Herr Zeisig die Schildkrot nicht als tiefgefrorene Beifahrerin mitnehmen will, organisiert der pfiffige Mann für seine Krot noch eine halbwegs winddichte Jacke. Was nicht nur zur Erwärmung der Frau beiträgt, sondern diese dann ganz in weiß gehüllt darstellt: Weißer Sonnenhut, weiße Jacke und weiße Hose. Die dunkle Seele, wie durch ihre schwarzen T-Shirt dargestellt, sieht man zunächst nicht.


gelber Strandbuggy
KGB :)


 

Auf der Fahrt nach Kempten bindet sich die Krot noch einen bunten Schal um den Hut, damit dieser nicht Flügel bekommt und über die Autobahn seine Freiheit sucht. Herr Krot meint, die Form erinnert ihn an Quäkerhüte oder an die Schnutenhüte, wie sie die Frauen der amerikanischen Siedler auf den Treks trugen. Wobei die wohl keine Sonnenbrillen als Accessoires benutzten.

 

Das Düsen auf der A7 Richtung Kempten verläuft wider Erwarten recht zügig. Die Krot rechnete eigentlich mit Staus und Ferienverkehr. Aber wahrscheinlich sind die Leute noch im Bett und haben den Ferienverkehr auf später verschoben oder aber sie sind zu extrem früher Stunde  als es noch dunkel war -von dannen gefahren.

 

In Kempten treffen die zwei Buggys mit dem dritten. Zunächst denkt die Krot, dass der dritte Buggy das Kind ist vom Gelben Buggy. Denn auch dieser VW-Abkömmling ist gelb, aber wirkt irgendwie kleiner, zierlicher. Sie beschließt, ihn den Kemptener Buggy zu nennen und hofft inständig, dass da nicht noch einer wohnt.

 Der Herr Kemptener (Gelber) Buggy (kurz: KGB …) übernimmt die Führung, denn er hat die Route herausgesucht und ist ortskundig.

 


 

Es geht erst einmal durch Kempten durch Richtung U26 Richtung Arächologischer Park, dann biegt die Cavalcade rechts weg Richtung Durach. Auf der Straße nach Durach düsen sie weiter gen Oy-Mittelberg. Dort kommt es zu einem kleinen Aufenthalt in der Nähe eines Kreisverkehrs, denn unverhofft meldet sich bei Herrn Gelben Buggy noch ein weiterer Buggy-Freund. Der möchte auch mitkommen.

 An dem Kreisverkehr versucht Frau Krots bunter Schal die Flucht, wird aber wieder eingefangen. Frau Krots Kopftücher und Schals scheinen Buggyausfahrten für Fluchtversuche zu nutzen. Einem gelben Schal gelang die Flucht auf der Autobahn in der Reggio Emilia.

 

Es wird ausgemacht, dass der Nachzügler die drei Buggys und ihre Insassen in Nesselwang treffen wird. Den Buggys, beziehungsweise ihren Insassen ist es recht, dann können sie schon mal eine wohl verdiente Kaffeepause einlegen. Beim Bären warten sie dann auf ihren neuen Kumpan.

 


 

Der kommt nach circa einer Runde Milchkaffee. Nachdem alle sich begrüßt hatten, wird erst einmal der neue Buggy begutachtet. Mit etwas gutem Willen kann man die Farbe als Lila bezeichnen oder dunkles Pink. Herr Pinker Buggy (PB) trägt ein T-Shirt mit dem bärtigen Konterfei von Bud Spencer. Frau Schildkrot findet, dass Herr Rosa, Verzeihung- Pinker Buggy eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Schauspieler hat. Herr Gelber Buggy macht ein Bemerkung in Bezug auf Bud Spencer, denn er hat eine gewisse Aversion gegen den allgemeinen Bud-Spencer-Buggy-Hype.

Jedenfalls fahren die vier Buggys nun weiter Richtung Plansee. Zunächst geht es eine Weile an einem Bergfluss entlang. Frau Krot findet, der schaut schön kalt aus. Es gibt tatsächlich Leute, die darin baden. Der Fluss weitet sich irgendwann in einen sehr langgezogenen See. Den Plansee.

 Ein Straßenschild bringt die Frau Kröte zum Grübeln. Was sind Murenstriche?

 



Beach Buggys
VWs unter sich

 

Je mehr sich der See weitet, desto mehr Leute und Boote im Wasser: Segelboote und einige Motorboote. Herr Zeisig meint, es wäre langsam Zeit, etwas zwischen die Zähne zu kriegen. Herr KGB scheint dies via Telepathie erahnt zu haben, denn er steuert eine Gaststätte am Ende des Sees an. Leider scheinen recht viele andere den gleichen Gedanken gehabt zu haben. Denn es findet sich kein Rastplatz für die Gefährte. Es reicht allerdings für ein schönes Gruppenfoto, bevor die ganze Kavalkade sich wieder auf die Räder macht.

 

 

Geraume Zeit später sind sie wieder auf Deutschem Boden im Naturpark Ammergauer Alpen. Und endlich endlich gibt es eine Einkehrmöglichkeit. Die Buggys machen Rast auf der Gröblalm. Es gibt Buttermilch, Käsesalat, sauren Presssack und Schweizer Wurstsalat … Kurz alles was der Magen begehrt.

Nach einer guten gesättigten Stunde, fahren sie weiter.

Richtung Oberammergau auf der B 23. Frau Krot lernt, dass es auch ein Unterammergau gibt, Richtung Bad Bayersolen gibt es eine Baustelle, über eine Brücke.

Bald ist die Rundfahrt beendet.

Zuerst verlässt der Pinke Buggy die Gruppe, kurz vor Kempten, dann in Kempten der KGB und dann fahren Blauer Buggy und Gelber Buggy weiter zurück gen Illertissen. Allerdings fährt Herr Zeisig nicht auf der Autobahn zurück sondern sucht einen Weg parallel zur Autobahn. Denn er und Frau Schildkrot möchten noch in Heimertingen ein Softeis essen. Denn dort gibt es eine kleine feine Softeisbude.

 


Die Strecke: zunächst von Altenstadt über die A7 nach Kempten.

Von dort nach Durach und an Oy- Mitterberg vorbei nach Nesselwang. Von dort nach Österreich: Musau,  Richtung Reute/Pflach, den Plansee entlang. Auf der B 23 Richtung Oberammergau. Dann wieder nach Kempen und zurück nach Altenstadt.

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