Fünfzig Kilometer bis Saladi

Blauer Beachbuggy auf Sardinien
Blauer Buggy genießt die Aussicht

Zeisig und Schildkrot fahren ohne Dach. Am Abend zuvor hat Zeisig eine große Plastikplane über das Dach geworfen und mit Expandern befestigt, aber vor der Losfahrt haben die Frau K. und Herr Z. das Dach ordentlich hinten verstaut. Das Wetter ist diesig und schwül. Frau Krot hat drei Schichten an: T-Shirt, Fleece und Jacke (winddicht), Herr Z trägt über seinem T-Shirt eine winddichte rote Jacke.

Eisenbahnbrücke
paralell zur Straße verläuft eine Schmalspurbahn

Die Straßen sind schmal. Sie erinnern die Krot an die Landstraßen aus ihrer Jugendzeit. Es geht viel nach unten und viel in Kurven und immer wieder fallen ihr Schilder auf, die vor frei laufenden Kühen warnen. Die im Allgäu üblichen: „Achtung Wildwechsel“- Schilder sieht sie nicht.Während Zeisig seiner Buggy-Kurven-Leidenschaft fröhnt, lässt die Krot die Landschaft auf sich wirken. Sie findet es schon fantastisch, wie es einen Berg runter geht und dann den nächsten wieder rauf. Eigentlich, so dachte sie, war sie einiges gewohnt aus dem Allgäu und den Alpen, aber das hier ist schon noch mal ein ganz anderes Kaliber.


Auch fällt ihr auf, dass teilweise die Straßenschilder schon echt verblasst sind. Sie fragt sich insgeheim, ob dies so ist, weil niemand Lust hat, neue Schilder zu kaufen, oder ob die Sonne Sardiniens einfach so grell ist, dass die Farben der Straßenschilder innerhalb kürzester Zeit ausbleichen. Manchmal scheinen die Schilder auch von riesigem Mottenfraß befallen zu sein, oder aber jemand hat die Schilder zu Schießzwecken benutzt.

 

Gibt es in Sardinien eine Gruppe okkulter Straßenschildhasser, die vor allem auf Vorfahrtsschilder und Richtungsschilder Anschläge mit der Waffe ausführen? Frau Schildkrot überlegt sich ein Szenario, wo die Heldin arme wehrlose Schilder vor einem Schicksal bewahrt, dass ihrer unwürdig ist…

 


 



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