Waldspaziergang

 

Eine gute Stunde später macht sich die Krot auf die Suche nach ihrem Zeisig, den sie schlummernder Weise auf der Wiese vorfindet. So ganz als verwunschener Prinz geht er nicht durch… aber verwunschen stimmt schon, denn er verwünscht die Krot, die Anspruch erhebt auf einen Teil der Picknickdecke.

 

Nach einigem Gekabbel, beschließen die zwei einen Spaziergang im verwunschenen Wald. Eine Dame, die sich eine Stunde zuvor mit Miriam unterhalten hat, bearbeitet gerade die ins Kraut geschossenen Gräser und Blumen mit einer dieser Motorsensen. Wie Miriam ja schon erzählt hat, hat es seit September fast ununterbrochen geregnet. Erst vor drei Tagen kam die Sonne heraus und nun wird die Zeit genutzt und heftigst Gartenarbeit erledigt.

 Schildkrot und Zeisig gehen Hand in Hand den Weg entlang, den sie zuvor mit dem Wagen gefahren sind und biegen dann die erste Abzweigung rechts ab. Es ist wie in einem verwunschenen Wald: Die Sonne schickt ihre Strahlen durch das grüne Blätterdach, Blüten erfreuen das Auge und bieten Schmetterlingen und diversen Käfern Nahrung. Es ist nicht, wie in den Wäldern zu Hause, findet die Krot. Vielmehr läuft man in einer Hohlgasse und links und rechts vom Weg versperren Steinmauern, die Sicht und den Zugang. Ab und an sieht man ein Tor, das aus Eisengittern besteht, wie diese Matten, die einbetoniert werden. Oder aus alten Bettgestellen. Die Krot fragt sich, was da so angebaut wird, in den Wäldern. Später liest sie über Esskastanien und Wildschweine. Der Spaziergang dauert nicht sehr lange, denn die Frau Schildkröt ist etwas kurzatmig, wenn es bergauf geht. Der Herr Zeisig vergleicht sie dann gerne mit einer Dampflokomotive.

 Als die zwei Spaziergänger wieder an der Casa Mattalè angekommen sind, haben auch Herr und Frau Gelber Buggy ihre Siesta beendet. Frau Gelber Buggy sitzt gemütlich auf einer Bank und macht sich Notizen. Sie hat sich Hausarbeit mitgebracht, weil sie für ihren Chef noch irgendwas erledigen muss.

 


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