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Krippenweg - Kloster Bonlanden

Wegweiser Kloster Bonlanden
Kloster Bonlanden

Die Schildkrot hat ihre Familie um sich versammelt. Wie man das halt so tut um Weihnachten. Es läuft erstaunlich friedlich ab. Die Momente, in denen die Krot sich überlegt, welchen der Söhne jetzt zu Frikassee zu verarbeiten, bleiben kurz und vergänglich.

 

Am zweiten Feiertag hat sie dann beschlossen, den Zeisig, die Söhne und die Schildkrot-Oma außer Haus zu befördern, damit ihnen nicht die Decke auf den Kopf fällt.

 

 

 

Ausflugsziel ist das Kloster Bonlanden, das ganz in der Nähe von Schildkrots und Zeisigs neuer Residenz liegt.

 

 

 

Im Württembergischen, bei Berkheim an der Iller.

 

 

 

Kloster Bonlanden war und ist ein Franziskanerinnenkloster.

 

Die Schwestern sind anscheinend auch missionierend tätig, vor allem in Südamerika.

 


Das Besondere an dem Kloster ist ein Krippenweg, der das ganze Jahr geöffnet ist. Die Schwestern haben eine riesige Krippenlandschaft, mit 16 Szenen rund um die Geburt Jesu. Die Figuren sind teilweise 250 Jahre alt. Wie das nun mal so ist, haben sie über die Jahre an der ursprünglichen Krippe angebaut und erfreuen die Besucher nun mit dieser Bild-gewordenen Weihnachtsgeschichte auf guten 160 Quadratmetern.

 

 

Die erste Szene bezieht sich auf den Spruch mit Jesajas Stamm „Es ist ein Ros entsprungen“ und dann geht es weiter, mit der Verkündigung, Marias Besuch bei Elisabeth und und und…

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Krot kann sich gar nicht satt sehen. Da sind gute 370 Figuren aufgebaut (sie wundert sich, wer die denn abstaubt und sauber hält) und man (oder frau) könnte da stundenlang davor stehen und immer mal wieder was Neues, Spannendes entdecken.

 




die drei weisen aus dem Morgenland reisen an
die drei weisen aus dem Morgenland reisen an

Das tolle aus Sicht der Krot ist, dass das Ganze keinen Eintritt kostet. Die guten Schwestern lassen einen da ganz umsonst rein. Das einzige was kostet, ist ein Audio-Guide für €3,00, wenn man den denn will.

 

Die Krot will. Der Zeisig nicht.

 

Er hält es für Verschwendung. Aber die Krot denkt, wenn die Besitzer dieser tollen Ausstellung einen schon hereinlassen, ohne gleich Geld zu verlangen, dann kann man sie ja indirekt unterstützen.

 

Entgegen dem Zeisig seinem Geunke, dass da eh nichts anders drauf sei, als schon an den Stationen stehen würde, kriegt die Krot da schon noch ein bisschen mehr erzählt.

 

Neben den allgemeinen Infos über Alter der Ausstellung, was da so zu sehen ist und so, erzählt eine der Schwestern auch immer wieder mal Anekdoten aus ihrer Zeit, die mit der Krippe zusammenhängen.

 

Spannend findet die Krot auch die Verbindung, die durch den Heiligen Franziskus zu Krippen gegeben ist. Anscheinend hat er die nämlich erfunden. Irgendwann hat er so ‚lebende Bilder‘ gemacht, also Leute hingestellt, verkleidet und so eine Art Theater veranstaltet. Daraus entstand dann sozusagen im Laufe der Zeit, das was man heute zu Weihnachten als Krippe aufstellt.

 

Bevor es diese permanente Ausstellung dann gab, haben die Schülerinnen die Krippe aufgestellt. Das Kloster Bonlanden unterhält nämlich diverse Schulen im Ländle

 

 

 

 

 

Oder ganz lustig: Die Szene mit der Hochzeit zu Kanaan. Es gab keine Küche (was ja blöd ist, denn wie soll man denn den Hochzeitsschmaus zubereiten, ohne Küche?) Da hat dann in den 1950er Jahren eine der Nonnen von daheim eine Puppenküche mitgebracht, die dann mit in die Szene integriert wurde.


Besonders angetan hat es der Krot das Nashorn, oder vielleicht ist es auch ein Einhorn? Jedenfalls ist dieses große Reittier mit dabei, als die drei Magi das Jesuskind besuchen.

 

 




Die Krot hat sich jedenfalls gut amüsiert in Bonlanden.

 

 

 

Der Besuch war genau die richtige Mischung von Unterhaltung, etwas Neues lernen und nachdenklich werden.

 

In dem Audioführer hat die Klosterschwester, die das Ganze begleitete über das Armutsgelübde gemeint: Es sei eine persönliche Entscheidung. Man ließe alles, was man besitzt zurück, aber das, was man braucht, hätte man. Und wer sei dann noch arm?

 

Nicht, dass die Krot selber in der Lage wäre, auf so vieles zu verzichten und dann noch regelmäßig beten und so… Aber im Prinzip versteht sie, was gemeint ist, denkt sie zumindest und sie stimmt dem zu.

 

 

 

Was sie dann auch sehr genossen hat, war der anschließende Besuch im Klostercafé, wo sie und ihre Familie dann noch lecker Kuchen und Torten und Kaffee genossen haben.

 

 

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