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Drei Männer im Schnee

Erich Kästner: Drei Männer im Schnee

 Erich Kästner ist, glaube ich, bekannt für seine Jugendbücher. Dass er auch politisch schrieb und Unterhaltungsliteratur für Erwachsene, ist zumindest heute nicht mehr so bekannt.

"Drei Männer im Schnee" könnte von der Handlung her durchaus auch heute spielen. Obwohl das Buch 1934 erschien. 

 


"Drei Männer im Schnee" erschien zunächst 1934 unter dem Titel: "Das lebenslängliche Kind" und unter dem Pseudonym Robert Neuner. Da Erich Kästner seit der Machtergreifung der NSDAP 1933 auf der "Liste".

"Drei Männer im Schnee" ist eine leichte lustige Verwechslungskomödie. 

Der reiche Industrielle Tobler hat für eine seiner Firmen einen Werbewettbewerb ausgeschrieben. Zu gewinnen gab es einen mehrwöchigen Aufenthalt in einem Luxushotel im Harz zu Schifahren. Tobler hat unter dem Pseudonym Schulze selbst an dem Wettbewerb teilgenommen und den zweiten Preis gewonnen. Tobler reist nun als armer Schlucker Schulze in das Hotel.

Seine Tochter warnt das Hotelmanagement vor, welche allerdings den wirklich mittellosen Doktor Hagedorn für den verkappten Millionär hält und stark hofiert, während Tobler, alias Schulze, in eine bessere Besenkammer verbannt wird. Hagedorn ist ein arbeitsloser Werbefachmann. Es kommt zu diversen lustigen Situationen, und Hagedorn und Schulze werden Freunde, sehr zum Entsetzen, des Hotelpersonals.

Toblers Butler ist der "Dritte" Mann im Schnee. Er muss sich auf Anweisung Toblers als reicher Reeder  ausgeben.

Natürlich ist aus heutiger Sicht, die Geschichte sehr vorhersehbar, aber trotzdem kann ich das Buch immer mal wieder lesen und mich darüber amüsieren.

 

Erich Kästners Geschichte wurde mehrmals verfilmt. Ich erinnere mich, dass eine Verfilmung zu BRD Zeiten, die Handlung ins Allgäu verlegte. Wahrscheinlich war der Hartz damals politisch nicht akzeptabel genug. ;)

 



Was ich weniger gut finde, aber das ist natürlich der Zeit geschuldet: Toblers Tochter Hildegard, die sich in Hagedorn verliebt, darf zwar Geld ausgeben und sich schön anziehen, aber sie wird nicht in die Firmenleitung integriert. 

 

 

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