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Rezi zu Friedhofstod

Bei meiner Leserunde im Mai dieses Jahres hat sich Bellis-Perrenis Zeit genommen, eine sehr ausführliche Rezi zu schreiben. Die zitiere ich hier fast ganz und bedanke mich hier noch mal für die Mühe, die sie sich gemacht hat.

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Dieser Krimi ist der 4. Fall für die mystisch begabte Magdalena Sonnbichler. Diesmal hilft sie ihrer Freundin Karin aus der Klemme, die in Italien des Mordes an ihrem Pflegling Mario verdächtigt wird. Um vor dem Prozess zur Ruhe zu kommen, übersiedelt Karin nach Wassersried. Von Elsa, einer betagten Dame, die eben in ein Pflegeheim übersiedelt ist, mietet sie ein kleines Haus. Dort findet sie Elsas Tagebücher. Immer wieder begegnet sie in dem Tagebuch Elsa, ihrer Freundin Gertrud und Wilhelmine und deckt langsam das Geheimnis um Elsa und Wilhelmine auf.

 

Genau diese Wilhelmine, nunmehr eine zänkische alte Frau, die auf die Anrede „Fräulein“ besteht, macht zahlreichen Bewohnern von Wassersried das Leben schwer. Mit zahlreichen Intrigen und falschen Anschuldigungen vergift sie das dörfliche Klima. Besonders auf Emma, die mit ihrer kleinen Tochter hier lebt, hat sie es abgesehen. Karin und Emma, beide Zugezogene, freunden sich an.

 

Selbst der Friedhof bleibt vor Wilhelmines Bosheit nicht verschont. So entfernt sie Grabschmuck, der nicht von ihr stammt oder ihr einfach nicht gefällt.

 

Wenig später findet Karin Wilhelmine tot auf dem Grab eines kleinen Mädchens und steht nun zum zweiten Mal in kurzer Zeit unter Mordverdacht ....

 

Meine Meinung:

 

Das ist mein erster Krimi von Alexandra Scherer, die hier einen komplexen Krimi rund um Magdalena Sonnbichler geschaffen hat.

 

Die Autorin präsentiert das Leben in einem kleine Allgäuer Dorf, in der jeder jeden kennt und so mancher hat eine echte oder eine sprichwörtliche Leiche im Keller. Das Fräulein Wilhelmine ist so eine.

 

Die Idee, der hellsichtig begabten Magdalena hat mir sehr gut gefallen. Die „Eingaben“ ihres sechsten Sinns sind in kursiver Schrift dargestellt, sodass der Leser gleich Bescheid weiß. Leider ist mir Leni, wie sie von ihren Freunden genannt wird, stellenweise ähnlich unsympathisch wie die intrigante Wilhelmine, wenn auch aus anderen Gründen. Leni mischt sich ungefragt in das Leben zahlreicher Menschen ein. Man kann ihr zugutehalten, dass sie es ja gut mein. Aber, wie wir ja wissen, ist „gut gemeint, das Gegenteil von gut“. Hier hätte es ein bisschen weniger sein dürfen.

 

Welche tragischen Ereignisse sich in Gertruds, Elsas und auch Wilhelmines Jugend abgespielt haben, erfährt der Leser so peu à peu. Diese beiden Zeitebenen sind durch das Lesen der Tagebücher gut verknüpft.

 

Alexandra Scherer ist es gelungen, dass ich letztlich auch für Wilhelmine, die ich anfangs nicht wirklich mochte, ein klein bisschen Verständnis aufbringen konnte...."

Die komplette Rezi ist auf Lovelybooks zu finden:

 

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