· 

Schildkrot und Marilyn Monroe

 

Frau Schildkrot und Herr Zeisig waren im Theater. Genauer in Erolzheim in der Mehrzweckhalle. Dort gab die Theatergruppe Erolzheim e.V. über Ostern die Komödie „Niemand ist vollkommen“ in der überarbeiteten Fassung von Irene Diwiak, nach den Motiven von „Manche mögen‘s heiß …“

 

Schildkrot war in jungen Jahren ein großer Fan von Marilyn Monroe. Schildkrots Mutter weniger. Die Krot vermutet, dass Schilkrot-Mama die arme Frau Monroe für die wandernden Hände und Augen von Schildkrot-Papa verantwortlich machte, wenn es um hübsche dralle Blondinen ging.

 

Jedenfalls hat sich Schildkrot sehr gefreut, als der Herr Zeisig auf das Theaterstück aufmerksam gemacht hat. Die Krot hat wenig Angst, dass der Zeisig wandernde Augen entwickelt. Schließlich ist der Zeisig kurzsichtig und steht mehr auf Buggys und weniger auf flotte Käfer.

 

Die Mehrzweckhalle Erolzheim ist ein hübscher heller Neubau. Die Theatergruppe e.V. hat auch für leckere und günstige Verköstigung gesorgt (Catering laut Programmheft: Jutta Damaschke). Neben den üblichen Seelen, Schmalzbrot, Brot mit Pfefferbeißer und Butterbrezeln wurde auch ein leckerer Käsewürfelteller angeboten, bei dem die Krot dann doch schwach wurde.

 

Krot und Zeisig besuchten die Premiere, die am Ostermontag, den 22.04.19. Sie hatten nicht vorbestellt, aber da sie sehr früh anreisten (Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn der Vorführung um 19:30 Uhr), hatten sie nicht nur einen Theater-nahen Parkplatz, sondern bekamen auch noch einen zwei anständige Sitzplätze in der vorletzten Reihe. Die Vorstellung war gut besucht, auch von den nicht vorbestellten Plätzen waren zu Beginn der Vorstellung nur sehr wenige unbesetzt.

Weitere Termine sind:

 

Aufführungstermine für das Theater "NIEMAND IST VOLLKOMMEN":
  • 22.04.2019, 19.30h
  • 26.04.2019, 19.30h
  • 27.04.2019, 19.30h
  • (Einlass jeweils 18.30h)

Vorverkauf 10,00 Euro und Abendkasse 12,00 Euro.
Aufführungsort: Mehrzweckhalle Erolzheim

 

 

Wer sich noch an den Billy-Wilder-Klassiker von 1959 erinnert, weiß dass die Handlung in den 1920ern angesiedelt ist. In Amerika zur Zeit der Prohibition. Also zu einer Zeit, in der in den Vereinigten Staaten von Amerika kein Alkohol ausgeschenkt werden durfte. Was dazu führte, dass sich sehr schnell illegale Schwarzmärkte auftaten, an der die Mafia (die originale Italienische) sehr gut mit verdiente.

 

In dem Stück geht es darum, dass zwei Musiker (männlich) Zeuge eines Mafiamordes werden. Um der Liquidierung zu entkommen, verkleiden sie sich als Frauen und reisen mit einer Damenband. Wer genaueres wissen will, kann sich ja bei Wikipedia schlau machen.

 

Die Theatergruppe Erolzheim e.V. hat das ganz geschickt übernommen, findet Frau Schildkrot. Sie ist total begeistert von den tollen Kostümen im Stil der 1920er.

 

Maske und Kostüme: Birgit Ehrentreich, Sabine Wöhr und Sonja Jäckle.

 

Auch die Live Band, die das Stück musikalisch begleitet ist für sie ein Highlight.

 

- Saxophon: Max Bodenmüller, Simone Kaufmann, Klaus Bodenmüller an der Gittare, Michael Ehrentreich Schlagzeug. Trompete: Jürgen Haug, Hanna Benz-Hilgarth am Keyboard. Ralf Schindlbeck Bass und Posaune Moritz Soherr. -

 

Die Herren und Damen haben einen Großteil der Zeit im Hintergrund der Bühne gestanden und gespielt, die Perücken, die die Herren trugen, waren sehr im Stil der Golden Twenties.

 

Es dauert tatsächlich fast eine dreiviertel Stunde, bevor die Krot ein Haar in der Suppe findet.

 

Die Handlung wurde nach Europa verlegt. Die Musiker fliehen von Erolzheim nach Venedig. Auch nicht weiter schlimm. Nur… gab es in Europa und speziell in der schwäbischen Provinz nie eine Prohibition. Damit wären die Politiker nie durchgekommen, schließlich ernährt sich ein Großteil der Schwäbischen Bevölkerung von vergorenem Hopfentee. Abgesehen davon, ist die Krot total begeistert. Denn der lokale Touch und, dass die Schauspieler im heimischen Zungenschlag sprechen, gab dem ganzen noch extra Pep.

 

Die Krot findet es auch wirklich super, wie die schnellen Szenenwechsel gelöst sind. Dadurch kommt nie Langeweile auf.

 

Die drei Hauptdarsteller (Johannes Hirt als Joe, Uliy Götzeer als Jerry) spielen mit riesen Spass. Pia Wirather als Sugar singt das berühmte Solo „I wanna be loved by you“ mit einer Stimme, die der Krot besser gefiel, als die Original Monroe. Die Mädchen Band (Selina Baur, Patricia Besler, Elinor Schmoll und Julia Harder), die später auch als Gangster doublen, ist besonders kicherig und mädchenhaft (Super Kostüme).

 

Erna Harder und Hans-Peter Harder als Band Management Sweet Sue und Beenstock spielen sich die Bälle sehr gut zu. Linus Reichert bietet eine wunderbar vertrottelten Millionär Osgood, der göttlich Tango tanzt.

 

Lius Gärtner und Barbara Ducke geben die Polizisten Scott und Mulligan genau so gekonnt, wie Theresa Harder den bösen Gamasche und Christian Zeller und Alfred Moosmann die anderen Bösewichte.

 

Einzig schade fand die Krot, dass die Mirkos nicht immer alles an Text bis in Reihe 13 getragen haben.

 

Die Krot nimmt sich fest vor, das nächste Mal, wenn die Theaterfreunde Erolzheim e.V. ein Stück inszenieren, vorbei zu gucken.

... und entschuldigt sich, weil sie nicht alle Namen der Beteiligten unterbringen konnte.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0