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Im Zeichen der Katze von Anne Nattermann

Bild mit frdl. Genehmigung der Autorin
Bild mit frdl. Genehmigung der Autorin
  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Independently published (17. Februar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1796650714
  • ISBN-13: 978-1796650716
  • ASIN: B07NL87F3G
  • Druck oder Ebook

Die Novelle spielt in der nicht allzu fernen Zukunft und liest sich für mich gerade deswegen sehr angenehm.Denn die Geschichte kommt ganz ohne - noch nicht erfundene - Gimmicks aus.

Der Zeitfaktor ist im Prinzip unwichtig, denn die Autorin hätte ihre Handlung ebenso ins Jahr 1990 oder 2019 verlegen können. Die Figuren bewegen sich in einer Welt und einer Zeit, die genau so ist, wie unsere.

 

Die Protagonistin Karma ist Astronomin und sammelt Daten für ihr Dissertation. Dazu verbringt sie Zeit in einem in die Tage gekommenen Observatorium im chilenischen Hochland. Sie hat hier nicht nur mit veralteter Technik zu kämpfen, sondern auch mit einer lebensfeindlichen Umgebung, einer unfreundlichen Kollegin und Heimweh.

 

 

 

 

 

Karma würde am liebsten so schnell wie möglich wieder zurück nach Großbritannien, als ihr eine Katze zuläuft. Das ist ungewöhnlich, schließlich steht das Observatorium auf einem Hochplateau, mehrere Stunden beschwerlicher Autofahrt von der nächsten Siedlung entfernt. Die junge Wissenschaftlerin freundet sich mit der Katze an und versucht auch Kontakt mit den Besitzern des Tieres aufzunehmen. Was ihr auch gelingt.

 

Was als ruhige Erzählung beginnt, bekommt am Schluss noch eine interessante und gelungene Wendung.

 

Kleines Haar in der Suppe – aus meiner Sicht – aber ich denke, bei einer Novelle nicht zu vermeiden: die zwei Kollegen, mit denen Karma Kontakt im Observatorium hat, sind charakterlich nur angerissen. Vor allem die temperamentvolle Iryna hätte es gut vertragen, wenn ihre Motivationen etwas besser ausgearbeitet worden wären. Aber dann, wäre es wohl keine Novelle geworden, sondern ein Roman.

 

Gerne gelesen.


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