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Joey-Das Geheimnis von Sweek Valley von C. Bourzro

Das Geheimnis von Sweek Valley von Christine Bourzou

 

  • Taschenbuch: 332 Seiten
  • Verlag: TWENTYSIX; Auflage: 1 (1. Oktober 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3740749881
  • ISBN-13: 978-3740749880
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,9 x 20,3 cm

Das Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise von der Autorin zur Verfügung gestellt.  Ich danke ihr für ihre faire und objektive Haltung.

Der Titel passt zum Cover und zum Genre, das ich als „Modern-Style-Western-Romantic“ bezeichnen würde. Zur weihnachtlichen Thematik passend ist darauf eine Blockhütte abgebildet mit viel Schnee, einem Liebespaar im Vordergrund. Das Gesicht eines kleinen Jungen, der wohl Joey darstellen soll, überblickt alles. Die Farbkombination empfinde ich als sehr ausgewogen.

 

Der Titel weckte in mir Erwartungen, die ich leider inhaltlich dann doch nicht wieder gefunden habe.

 

Die Hauptcharaktere sind Joey, ein Halbwaise, der acht Jahre alt ist, seine Mutter Sandy, die nach dem Tod ihres Mannes, in dessen alte Heimat gezogen ist. Außerdem gibt es noch den griesgrämigen alten Nachbarn John, der zu Anfang recht unfreundlich ist, sich aber bald mit Joey und seiner Mutter anfreundet. Ein weiterer wichtiger Charakter ist Sam, ein gebrochener Mann, dessen Frau Mary sich vor vielen Jahren von ihm getrennt hat und mit dem gemeinsamen Sohn Jeremy weggezogen ist. Sam ist zum Eigenbrötler mutiert und nicht mehr ganz richtig im Kopf. Er hält Joey für seinen Sohn Jeremy. Joey hat große Ähnlichkeit mit Jeremy, der inzwischen wohl erwachsen wäre. Um das Ganze abzurunden gibt es noch Kevin, einen Arzt, der sich in Sandy verliebt.

Ich persönlich empfand die Charaktere als relativ eindimensional. Die Wandlung von John, dem bösen Griesgram zum freundlichen Nachbarn, geschah recht schnell und erinnerte ein wenig an Little Lord Fauntelroy. Um in dem Bild zu bleiben: Joey mit seiner naiven Art, erinnert ebenfalls an den Kleinen Lord.

Die im Klappentext angesprochene Problematik des Rassismus konnte ich nicht nachvollziehen. Die Geschichte hätte genau so gut oder schlecht funktioniert, wenn die Hautfarbe von Joey oder Sam nicht erwähnt worden wäre.

 Das Charakterbild des verwirrten Sam, dessen Wahnsinn hauptsächlich darin äußert, dass er regelmäßig von „Mary, der Hure“, spricht, empfinde ich auch als eindimensional.

Frau Bouzrou schreibt flüssig und bedient sich zur Beschreibung ihrer Protagonisten vieler Adjektive. Ihre Dialoge sind nachvollziehbar.

 Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir mehr erwartet. Die Geschichte ist einfach, die Wendungen zumindest für mich im Großen und Ganzen vorhersehbar.

Ich kann mir diese Geschichte gut als Familienfilm vorstellen, ähnlich wie Little Lord Fauntelroy.

 

Als Buch hat es mich nicht überzeugt.

 


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